Recht auf Wasser als Menschenrecht
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser auf der ganzen Welt war das Thema der alternativen Weltwasserkonferenz FAME 2005, die vom 17. bis 20. März 2005 in Genf stattfand. Den VertreterInnen von 150 Nichtregierungsorganisationen ging es darum, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie der Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle garantiert und das Recht auf Wasser als Menschenrecht durchgesetzt werden kann.
An der Konferenz nahmen verschiedene schweizerische Organisationen teil, darunter auch die AG der Hilfswerke und Amnesty International. Die beiden Organisationen legten eine Studie zu den Aktivitäten von Nestlé in Pakistan vor. Demnach exportiere Nestlé riesige Mengen an Trinkwasser von Pakistan an die US-Truppen in Irak und Afghanistan, mit der Folge einer Senkung des Grundwasserspiegels in der betroffenen Region in Pakistan. Der Vorschlag der Schweizer Hilfswerke für eine internationale UNO-Wasserkonvention, die das Recht auf Wasser verbindlich festschreiben soll und die Regierungen zu Massnahmen zwingen würde, wurde in einem Arbeitspapier konkretisiert. Insgesamt wurden vom alternativen Weltwasserforum vier Aktionspläne gegen die Privatisierung des Wassers verabschiedet.
- Aktionspläne gegen Privatisierung des Wassers
Artikel auf swissinfo vom 20. März 2005 - Weltwasserforum: Jeder Dritte ohne sauberes Wasser
Artikel in «baz.ch, Dossier humanrights» vom 18. März 2005 - Medienmitteilung der AG der Schweizer Hilfswerke vom 14. März 2005
mit weiterführenden Links - Dokumentation zum Fall «Nestlé in Pakistan»
- Dossier Wasser / englische Version: Water (mit den «Key principles» für eine internat. Wasserkonvention
Dokumentation der AG der Hilfswerke
Weitere Informationen
- Argumente für eine internationale Wasserkonvention
Artikel auf humanrights.ch vom April 2004
Update: 22.03.2005


