Rassismusfälle in der Beratungspraxis 2009

Der Bericht «Rassismusvorfälle in der Beratungspraxis 2009» ist die zweite regionenübergreifende Darstellung von Beratungsfällen zu rassistischer Diskriminierung. Im Berichtsjahr 2009 spiegeln sich unter anderem Ereignisse wie die Anti-Minarettinitivative oder Konflikte in der Beziehung Schweiz / Deutschland. Es zeigte sich, dass Rassismus nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund sondern auch Schweizerinnen und Schweizer in allen Lebenslagen treffen kann. Vermehrt sind Menschen afrikanischer und mitteleuropäischer Herkunft, mit oder ohne Schweizer Nationalität, Opfer rassistischer Diskriminierung geworden. Besonders stark waren diese Betroffenen rassistischen Handlungen in der Arbeitswelt oder in der Öffentlichkeit ausgesetzt. Häufig trat Rassismus in Form von abwertenden verbalen Äusserungen auf und betraf mehrheitlich erwachsene Personen männlichen Geschlechts.

Beratungsnetz für Rassismusopfer

Der vorliegende Bericht ist Teil des von der Eidg. Kommission gegen Rassismus EKR und Humanrights.ch/MERS getragenen Projekts «Beratungsnetz für Rassismusopfer» und trägt zum Aufbau des nationalen Monitoring im Bereich der Rassismusbekämpfung bei. Das Projektziel ist es, Beratungsstellen zu stärken und Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, überall in der Schweiz kompetente Beratung anzubieten. Die Resultate basieren auf den Auswertungen der Daten des gemeinsam benutzten «Dokumentationssystem Rassismus» (DoSyRa). Beteiligt waren fünf Beratungsstellen (Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus gggfon, Stopp Rassismus Nordwestschweiz, SOS Rassismus Deutschschweiz, Taskforce interkulturelle Konflikte TikK sowie die Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR). Für die Dateneingabe haben sich im Jahre 2010 mehrere zusätzliche Beratungsstellen dem Netzwerk angeschlossen.

Update: 16.08.2010

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