Politische Erklärung und Internationaler Aktionsplan von Madrid über das Altern 2002 

20 Jahre nach Wien fand vom 8. bis 12. April 2002 in Madrid die Zweite Weltkonferenz über das Altern statt. Daraus resultierte die Politische Erklärung und Internationaler Aktionsplan von Madrid über das Altern 2002. Fokussiert wird auf die Menschenwürde, die Bekämpfung der Altendiskriminierung sowie die Folgen des demografischen Wandels: die zunehmende Lebenserwartung und der stete Anstieg des Anteils älterer Menschen an der Weltbevölkerung bedingt politische Veränderungen, insbesondere im Bereich der Sozialen Sicherheit, auf dem Arbeitsmarkt und bei der lebenslangen Bildung. Die Staaten müssen ihre Altenpolitik auf diese Ziele ausrichten und so den Rahmen für deren Umsetzung schaffen. Die Kooperation unter den Staaten sowie die Unterstützung der Entwicklungsländer, gerade auch bei der Armutsbekämpfung, wird ebenfalls als wichtiger strategischer Punkt genannt.

Regionale Implementierungsstrategie

Kurz nach Madrid beschlossen die Minister der Mitgliedstaaten der UNO-Wirtschaftskommission für Europa gemeinsame Lösungsansätze für die Umsetzung des Aktionsplans auf regionaler Ebene. Auf ihrer Konferenz vom 11. bis 13. September 2002 in Berlin haben sie entsprechende Ansätze in der regionalen Implementierungsstrategie festgehalten. Das Dokument konkretisiert den Neuen Aktionsplan und formuliert einzelne politische Ziele und Handlungsvorschläge. 

Es wird eindringlich darauf hingewiesen, dass ältere Menschen keine einheitliche Gruppe darstellten, sondern sehr unterschiedliche Bedürfnisse hätten. Entsprechend wird gefordert, dass die Staaten für ein entsprechend breites Produkte- und Dienstleistungsangebot sorgen. Das Dokument differenziert zudem Untergruppen wie «Demenz», «Psychiatrie-Patienten» und «HIV/AIDS» und thematisiert der Aspekt der Gleichstellung.

Auch der Schweizer Seniorenrat hat ein Umsetzungsprogramm zur Weltkonferenz beschlossen.

Update: 27.02.2009

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