Der Menschenrechtsansatz bei NGOs und Hilfswerken

Der menschenrechtsbasierte Ansatz ist erfreulicherweise auch bei einigen Hilfswerken und Organisationen, welche im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit arbeiten, ein Thema. Im Herbst 2010 organisierte die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gemeinsam mit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und HEKS einen Austausch-Workshop zum menschenrechtsbasierten Ansatz, an dem Schweizer Nichtregierungsorganisationen und Hilfswerke teilgenommen haben.

Dem Vernehmen nach beeinflusst der Menschenrechtsansatz die Arbeit der Organisationen in unterschiedlicher Art und Weise, weil er verschieden interpretiert und umgesetzt wird. So gibt es Beispiele von Organisationen, die zwar nach der Logik des menschenrechtsbasierten Ansatzes funktionieren, aber kaum mit diesem Begriff arbeiten. Andere wiederum fördern Menschenrechtsarbeit parallel zur traditionellen Entwicklungszusammenarbeit. Einige Organisationen sehen den Menschenrechtsansatz als ganzheitlichen Ansatz für alle Aktivitäten in der Entwicklungszusammenarbeit, der weitreichende Veränderungen unter anderem in der Programmplanung und in der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern mit sich bringt. Diese Organisationen bemühen sich, neue Vorlagen zu erstellen und Policy- und Strategieerarbeitungsprozesse umzugestalten. Gleichzeitig reflektieren sie ständig die eigene Rolle sowie die Beziehung zu lokalen Partnerorganisationen und verstehen die Umsetzung des Ansatzes daher als kontinuierlichen Prozess.

Der neu lancierte Austausch unter Schweizer Hilfswerken gemeinsam mit der DEZA fördert eine kritische Auseinandersetzung zur Bedeutung und Umsetzung des menschenrechtsbasierten Ansatzes. Dies bildet die Basis für ein vertieftes Verständnis des Ansatzes und ermöglicht zukünftig auch ein gegenseitiges Lernen wie mit konkreten Herausforderungen in der Umsetzung umgegangen werden kann.

Quelle

Update: 18.01.2011

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