Europarat: Konvention gegen Menschenhandel umstritten
Der Europarat tut sich schwer mit der Verabschiedung einer Konvention gegen Menschenhandel. Die Parlamentarische Versammlung, die sich seit sieben Jahren intensiv für ein wirksames Rechtsinstrument zur Bekämpfung des Menschenhandels einsetzt, hat mehr als 40 Änderungsvorschläge am Entwurf des Ministerkomitees angebracht.
In ihrer Stellungnahme kritisiert die Parlamentarische Versammlung, der Entwurf vermittle den Eindruck, die Mitgliedstaaten wollten sich vor illegaler Migration schützen anstatt die Opfer vor den Verbrechen. Die Abgeordneten stellten klar, dass sie das Projekt nicht mehr unterstützen werden, falls die wichtigsten Änderungen nicht übernommen würden. Die parlamentarische Stellungnahme basiert auf einem Bericht der Schweizer Abgeordneten Ruth-Gaby Vermot-Mangold.
- Menschenhandel im Visier des Europarats
Artikel der NZZ vom 2. Februar 2005 (pdf, 1 S.) - Entwurf der Konvention gegen Menschenhandel des Europarates vom 4. Januar 2005 (englisch)
Update: 09.02.2005


