Entwurf zu einem Code of Conduct für private Militär- und Sicherheitsfirmen

Ein internationaler Verhaltenskodex für private Militär- und Sicherheitsfirmen ist in greifbare Nähe gerückt. Nachdem im Juni 2009 die Sicherheitsindustrie eine entsprechende Absichtserklärung veröffentlicht hatte, ist inzwischen ein erster Entwurf für einen Code of Conduct in die internationale Vernehmlassung gegangen.

Schweizer Triebfeder

Der Prozess wird von drei schweizerischen Institutionen vorangetrieben, nämlich von der Politischen Abteilung IV des EDA in Zusammenarbeit mit dem «Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces» (DCAF) und der Genfer Akademie für internationales humanitäres Recht und Menschenrechte. In den Prozess involviert sind Akteure der transnationalen Sicherheitsindustrie ebenso wie amtliche Stellen verschiedener Länder.

Verantwortung übernehmen

Ziel des Prozesses ist nicht nur die Festlegung von verbindlichen Verhaltensnormen für private Militär- und Sicherheitsfirmen sondern darüber hinaus die Einrichtung eines internationalen Beschwerdeverfahrens für Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Angehörige von privaten Sicherheitsfirmen.

Der aktuelle Entwurf des Code of Conduct sowie ein Factsheet finden sich auf folgender Website:

Support von höchster Ebene

Die schweizerische Bundesrätin Micheline Calmy-Rey betont in einem Interview vom August 2010 die Bedeutung einer internationalen Regulierung von privaten Sicherheits- und Militärfirmen. Die Arbeiten am Verhaltenskodex seien auf Kurs und dürften bald abgeschlossen sein.

Relevanz

Die praktische Relevanz dieser Initiative wird im folgenden Beitrag anhand der Aktivitäten des Söldnerunternehmens Xe (vormals Blackwater) anschaulich gemacht:

Wilton Park Konferenz vom Juni 2009

Update: 07.06.2010

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