Islam und Menschenrechte

Wir haben einige exemplarische Links zum Themenfeld «Islam und Menschenrechte» zusammengestellt, die aufzeigen, wie von verschiedenen Positionen aus argumentiert wird. Die Links sind nach folgenden Rubriken geordnet:

Überblick: Spannungsfelder zwischen Scharia-Normen und Menschenrechten

Das Verhältnis von Islam und Menschenrechten wird seit Jahrzehnten intensiv und teilweise sehr kontrovers diskutiert. Die Diskussion ist komplex, weil es bekanntlich weder «den Islam» als einheitlichen Block gibt, noch das Verständnis der Menschenrechte immer dasselbe ist.

Vergleicht man das Normensystem der Scharia mit jenem der Menschenrechte, so zeichnen sich einige klare Konflikte ab:

Beschränkungen der Religionsfreiheit

Muslime und Nicht-Muslime haben nicht dieselbe Rechtsstellung; von letzteren werden nur die Christen und Juden anerkannt; «Polytheisten» bzw. anderen religiösen Minderheiten wird im Prinzip das Existenzrecht abgesprochen.

Die Abkehr vom Islam wird streng geächtet; früher öfters mit der Todesstrafe belegt, heute meistens mit anderen Sanktionen. Diskriminierung bzw. Verfolgung dissidenter Muslime wie der Bahai in Iran oder der Ahmadis in Pakistan.

Ungleichstellung der Geschlechter

Diskriminierung der Frau im Ehe-, Familien- und Scheidungsrecht sowie im Erbrecht; Bekleidungsvorschriften für die Frauen (je nach Staat verschieden); teilweise Ausschluss der Frauen vom öffentlichen Leben bzw. von öffentlichen Ämtern.

Grausame Bestrafungsformen

Körperstrafen (Prügel bzw. Peitschenhiebe) immer noch relativ häufig. Amputationen von Hand oder Fuss wurden seit ca. 1980 in einigen islamistischen Staaten wieder eingeführt und praktiziert, ebenso wie - allerdings noch seltener - die Steinigung für Ehebrecherinnen (und theoretisch auch für Ehebrecher).

Update: 16.08.2010

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