Arbeitsbedingungen und WTO-Recht
Die Ziele der WTO-Abkommen müssen grundlegend verändert werden, um die globalen Armuts- und Ernährungsprobleme zu lösen. Aus menschenrechtlicher Sicht stehen menschenwürdige Arbeitsbedingungen und das Verbot der Kinderarbeit im Vordergrund:
- Produkte, die unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und Produktionsmethoden hergestellt werden, sollten im WTO-Recht anders behandelt werden können als solche Produkte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden.
- Arbeitsbedingungen müssen den Kernarbeitsnormen der ILO entsprechen, letztere müssen von der WTO-Rechtsprechung zwingend berücksichtigt werden.
- Die Abkommen der WTO müssen menschenrechtskonform angewendet und ausgelegt werden, z.B. darf das Recht auf Bildung nicht durch Kinderarbeit unterwandert werden.
Menschenwürdige Produktions- und Arbeitsbedingungen kein WTO-Kriterium
Seit Bestehen der WTO wird darüber diskutiert, ob Produktionsmethoden (Process and Production Methods, PPMs) und ihre Auswirkungen auf den Schutz von Menschenrechten im WTO-Recht berücksichtigt werden sollen. Dafür spricht aus der Si...
WTO und ILO
Eine ähnlich gelagerte Diskussion betrifft die Frage, ob arbeitsrechtliche Mindestnormen im Sinne der ILO-Erklärung über grundlegende Rechte und Prinzipien bei der Arbeit von 1998 – welche immerhin als fundamentale Menschenrech...
Argumente pro und contra eine Aufnahme von Arbeits- und Menschenrechtsstandards in das WTO-Recht
Argumente für die Aufnahme von Mindestarbeitsstandards
in das WTO-Recht
Wie im Fall der Umweltstandards können niedrige Standards im Bereich der Menschenrechte und Arbeitsbedingungen zu einem unfairen Wettbewerb führen. ...


