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Menschenrechtsbildung

Menschenrechtsbildung umfasst alle Aktivitäten, welche der Vermittlung von Wissen, Werten und Knowhow im Bereich der Menschenrechte dienen. Ohne solche gezielte Bildungsarbeit gibt es keine gesellschaftliche Sensibilisierung für die Menschenrechte. Wenn das Bewusstsein für die Bedeutung der Menschenrechte fehlt, kann auch deren rechtliche Umsetzung nicht gelingen.

Das Feld der Menschenrechtsbildung gliedert sich in den Bereich der didaktischen Materialien und Einführungen, der wissenschaftlichen Reflexionen sowie in die bildungspolitischen Bestrebungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Didaktische Materialien

Mittlerweile gibt es auch im deutschsprachigen Raum eine Vielzahl an methodisch-didaktischen Materialien, welche Lehrpersonen und Kursleitende darin unterstützen, Menschenrechte auf adäquate Weise zu thematisieren. Selbstverständlich muss differenziert werden nach den Schulstufen auf der einen Seite, beruflicher Aus- und Weiterbildung auf der andern Seite. Zur schnellen Orientierung finden sich nach Schulstufen und Bildungsbereichen differenzierte Materialienlisten unter

Do it yourself

Für das Selbststudium bieten sich diverse Einführungen in die Menschenrechtsthematik an, seien diese online oder in Buchform:

Wissenschaftliche Studien

Pädagogisch-didaktische Theorien und sozialwissenschaftliche vergleichende Studien zur Menschenrechtsbildung sind vor allem für Multiplikatoren/-innen und Professionelle von Interesse. Auch die Klärung des Verhältnisses  zu verwandten Bindestrich-Pädagogiken wie zum Beispiel der Antirassismus-Pädagogik oder der politischen Bildung ist eine theoretische Notwendigkeit, die vor allem die pädagogischen Experten/-innen beschäftigt.

Institutioneller Rahmen

Paradoxerweise ist es für die Menschenrechtsbildung eher schwieriger, in den Bildungsinstitutionen der etablierten westlichen Demokratien Fuss zu fassen als in manchen osteuropäischen und aussereuropäischen Ländern, in welchen entsprechende Programme auch von internationaler Seite unterstützt werden. 

Diverse Akteure auf nationaler und internationaler Ebene versuchen, dem Recht auf Menschenrechtsbildung zum Durchbruch zu verhelfen, zum Beispiel durch entsprechende Leitlinien und Deklarationen. Das Ziel solcher bildungspolitischer Bestrebungen ist es, auf nationaler Ebene die strukturellen Voraussetzungen für entsprechende Bildungsangebote zu verbessern, zum Beispiel durch einen festen Platz in den Lehrplänen der öffentlichen Schulen oder in den Curricula bestimmter Berufsausbildungen.

...und in der Schweiz?

Der geforderte feste Platz für die Menschenrechtsbildung in den Curricula der Bildungsinstitutionen ist gerade auch in der Schweiz immer noch die Ausnahme. Entsprechend fordern internationale Gremien in ihren Empfehlungen an die Schweiz immer wieder eine bessere Verankerung entsprechender Lernziele in diversen Bildungsinstitutionen.

 

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