Anti-queere Ideologie – die Sehnsucht nach festen Grenzen

Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich


24. juni 2021, 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr
Stadthausquai 17, 8001 Zürich

Dass geschlechtliche Vielfalt mehr umfasst als nur Mann und Frau, wird heutzutage immer mehr Menschen bewusst. Während die Ka­tegorie «Ge­schlecht» an Klarheit und Eindeu­tigkeit verliert, geraten allzu starre Identitätskon­strukte ins Wan­ken. Und unserer Gesellschaft kommt mit der kla­ren Unterscheidung zwischen «männlich» und «weiblich» eines ihrer alltäglichen Ordnungsprin­zipien abhanden.

Nicht alle nehmen diesen Wandel als bedrohlich wahr. Viele queere Menschen fühlen sich in den verflüssigten Verhältnissen wohl wie Fische im Wasser. Auch viele nicht-queere Menschen freu­en sich über das Aufbrechen von starren Rol­len­zuschreibungen und -erwartungen. Andere hin­gegen suchen ihr Heil im reli­giösen Fundamenta­lismus, sehnen sich nach dem Heimatgefühl einer völkischen Nation oder wollen zurück zu den simp­len Wahrheiten einer überhol­ten Vorstellung von Biologie und Natur. Ihnen wer­den Geschlech­terforschung, Queerfeminismus und Pädagogik der Vielfalt zur Bedrohung. Mit Verve bekämpfen sie den «Genderwahn», wollen Kinder vor einer «Frühse­xualisierung» schützen und Familie und «Nation» vor dem Genderismus bewahren.

Was kennzeichnet anti-queere Ideologie(n)? Welche Rolle spielt diese Ideologie in der heu­tigen politischen und gesellschaftlichen Situa­tion? Über diese und weitere Fragen referiert Han­nah Engelmann, Autorin, Erziehungswissenschaftlerin und freie Referentin. 

Der BiblioTalk findet online statt. Die angemeldeten Personen erhalten im Vorfeld einen Link für die Teilnahme.

Anmeldung: bis 23. Juni 2021

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