Fachtagung: Angehörige im Strafvollzug


2. September 2021
Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Grundsätzlich richtet sich die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe gegen die verurteilte Person. Aufgrund der sozialen Einbettung sind jedoch immer auch Angehörige davon betroffen. Durch den Justizvollzug werden nicht nur die Täterinnen und Täter bestraft, sondern auch die Personen im sozialen Beziehungsgeflecht. Der stationäre Freiheitsentzug grenzt nach beiden Seiten aus.

Die Inhaftierung einer straffällig gewordenen Person bedeutet für das betroffene soziale Umfeld die Übernahme von Konsequenzen mit zum Teil erheblichen psychischen, sozialen und ökonomischen Belastungen, welche die Angehörigen oft allein bewältigen müssen. Insbesondere für Kinder hat der Wegfall eines Elternteils oftmals gravierende Folgen für deren soziale und emotionale Entwicklung.

Weiter fällt auf, dass Angehörige von Strafgefangenen bisher von Öffentlichkeit und Wissenschaft kaum wahrgenommen werden.

An der diesjährigen Tagung der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» wollen wir den bisherigen Stand sowie die Chancen und Herausforderungen der Arbeit mit Angehörigen im schweizerischen Justizvollzug erörtern. Unsere Referentinnen und Referenten betrachten die Thematik aus verschiedenen Perspektiven. Zudem werden mit Podiumsgespräch, Apéro am frühen Abend sowie mehreren Pausen diskursive Begegnungsräume ermöglicht.

Diese Tagung ist eine Kooperation der Fachgruppe «Reform im Strafwesen» mit dem Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern, der ZHAW Departement Soziale Arbeit und der Paulus Akademie.

Konferenzsprache ist Deutsch. Die Referate werden simultan auf Französisch übersetzt.

Anmeldung bis 23. August 2021 

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