Wenn Schwangerschaft und Geburt verheerende Folgen haben

Gewalt in Schwangerschaft, Wochenbett und bei Familien mit kleinen Kindern

Eine Veranstaltung der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit BIF Beratungsstelle für Frauen gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft und Frauenberatung sexuelle Gewalt Zürich im Rahmen der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen»


10. Dezember 2020, 18:00 - 19:30 Uhr
Online

Häusliche Gewalt in Form von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt führt zu einer besonders bedrohlichen Form von psychosozia-lem Stress. Statt dass das Zuhause ein Ort des Rückzugs und der Erholung ist und der Partner als unterstützend erlebt wird, kommt es zum eigent-lichen Horrortrip. My home ist nicht mehr my castle sondern vielmehr my prison mit einem unbe-rechenbaren Wärter.

Kontrolle über eine Person zu haben, ist ein wich-tiger Aspekt in gewaltbetroffenen Beziehungen. In solchen Beziehungen werden jegliche Verände-rungen als bedrohlich empfunden. Schwanger-schaft und Geburt sind auch für gesunde, lie-bevolle Beziehungen eine Herausforderung. In gewaltbetroffenen Beziehungen können sie sich verheerend auswirken. Eine Eskalation der Gewalt kann damit verbunden sein.

Nach der Geburt kommt noch ein erschwerender Faktor dazu: ein wehrloses Kind, das auf die liebevolle Fürsorge der Eltern angewiesen ist. Kinder, deren Mütter bereits in der Schwanger-schaft erhöhtem Stress ausgesetzt waren, haben unter Umständen eine niedrige Stressschwelle und können dadurch unruhiger sein. Dies ver-grössert das Risiko, dass Gewalt auch am Kind ausgeübt wird, da das ganze Familien-System mit Stress nicht adäquat umgehen kann.

  • Wie können bei der Beratung und Begleitung schwangerer Frauen psychosoziale Stress-faktoren und Häusliche Gewalt mitberück-sichtigt werden?
  • Wie können medizinische Fachpersonen be-troffene Frauen erkennen und unterstützen?

Mehr Informationen / Anmeldung (Anmeldefrist: 8. Dezember 2020)

Flyer