Update: 14.12.2006

UNO-Konvention zum Schutz von Behinderten verabschiedet

Nachdem 5 Jahre an der Ausarbeitung eines Konventionsvorschlags gearbeitet wurde, hat am 13. Dezember 2006 die Generalversammlung der UNO den Entwurf der Konvention zum Schutz von Menschen mit Behinderungen einstimmig angenommen.  

Der UNO-Generalsekretär sprach von dem «Anbrechen einer neuen Ära» mit der Adoption dieser Konvention, die die erste Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts ist. Durch die Konvention sollen die Menschenrechte von Menschen mit Behinderungen besser geschützt werden. Die Konvention muss von 20 Mitgliedsstaaten der UNO ratifiziert werden, bevor sie in Kraft tritt.

Massnahmen von der Schweiz gefordert 

Der Gleichstellungsrat und die Fachstelle Égalité Handicap erwarten nun von der Schweiz konkrete Massnahmen. Insbesondere eine rasche Ratifizierung der Konvention und des Fakultativprotokolls sei anzustreben, so die Fachstelle. Für die Schweiz würde die Konvention zum Beispiel bedeuten, dass Kindern mit einer Behinderung die Möglichkeit gegeben sein muss, in einer regulären Schule aufgenommen zu werden. Die Konvention bietet auch einen expliziten Diskriminierungsschutz im Erwerbsleben, woraus sich Anpassungen für die Schweiz ergeben würden. 

Weitere Informationen zur Konvention und Menschen mit Behinderungen

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