61. Session der UNO-Menschenrechtskommission 

Am 14. März 2005 wurde die 61. Session der Menschenrechtskommission in Genf eröffnet. Sie dauert bis zum  22. April 2005.

Wie bereits in den letzten Jahren wurde die Eröffnung der UNO-Menschenrechtskommission von eindringlichen Appellen, aber auch skeptischen Tönen der grossen NGO's Amnesty International und Human Rights Watch begleitet, was für alle einsichtig ist, welche nicht nur an wortreichen Resolutionen sondern auch an wirksamen Massnahmen interessiert sind.

Auch Bundesrätin Calmy-Rey stimmte in einer Rede am ersten Konferenztag im Rahmen des «High Level Segments» eher kritische Töne an. Sie erinnerte an Darfur, Nepal und die Behandlung von Gefangenen im Rahmen des «Kriegs gegen den Terror». In den Mittelpunkt ihrer Ansprache stellte Calmy-Rey die Schweizer Vorschläge zur Reform der UNO-MRK, und speziell den Vorschlg zur Schaffung eines UNO-Menschenrechtsrates, einem Gremium, das auf höchster UNO-Ebene gleichrangig mit dem UNO-Sicherheitsrat angesiedelt wäre. Ausserdem betonte Calmy-Rey die Notwendigkeit, den Kampf gegen die Gewalt an Frauen und den Frauenhandel auf internationaler Ebene zu verstärken. Und schliesslich zeigte sie sich besorgt über die Versuche, das Folterverbot zu relativieren.

Vgl. zu den Schweizer Reformvorschlägen die folgenden Artikel auf humanrights.ch:

30.06.2005