Update: 01.06.2006

Amnesty International veröffentlicht Jahresbericht 2006

Amnesty International (AI) hat den Jahresbericht 2006 veröffentlicht. Dieser thematisiert das Asyl- und Ausländergesetz und kritisiert die vorgesehenen Verschärfungen, die gemäss AI die Genfer Flüchtlingskonvention verletzten. Die Menschenrechtsorganisation kritisiert die Schweiz auch wegen übermässiger Gewaltanwendung und wegen rassistisch motivierten Übergriffen durch Polizeibeamte.

Personen mit abgewiesenem Asylgesuch würden mehr und mehr wie Kriminelle behandelt, schreibt AI in einer Medienmitteilung. Sollten das Asyl- und das Ausländergesetz vom Volk angenommen werden, drohten ihnen eine weitere Verschlechterung ihres inhumanen Schicksals.

AI: «Jahr der Gegensätze für die Menschenrechte»

Aus internationaler Ebene kritisiert AI die «mächtigen und privilegierten Staaten dafür, dass sie gegenüber der Öffentlichkeit Fragen der Sicherheit überbetonten und damit von der Lösung von schwerwiegenden Menschenrechtskrisen ablenkten.» Positiv wertet AI hingegen die «weltweite Mobilisierung gegen die Armut und Fortschritte bei der Durchsetzung des internationalen Rechts.»

  • Jahr der Gegensätze für die Menschenrechte (online nicht mehr verfügbar)
    Medienmitteilung von AI vom 30. Mai 2006
  • Amnesty International kritisiert erneut Schweizer Asylpolitik
    Swissinfo, 23. Mai 2006
  • Zusammenfassung des Abschnitts über die Schweiz im Jahresbericht 2006 von AI (englisch) (online nicht mehr verfügbar)
  • Gesamter Jahresbericht 2006 (Onlineversion, englisch) (online nicht mehr verfügbar)

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