Update: 12.01.2006

«Flüchtlingen ein Gesicht geben»

Das Solidaritätsnetz Ostschweiz macht mit einem Buch über Menschen auf der Flucht auf sich und sein Anliegen aufmerksam. Das Buch porträtiert zwölf von schätzungsweise rund 5000 Asylsuchenden mit Nichteintretensentscheid (NEE), die in der Schweiz leben.

«Wir wollen einigen Betroffenen stellvertretend für alle anderen ein Gesicht geben», sagt Pfarrer Andreas Nufer, Mitinitiant des Solidaritätsnetzes Ostschweiz zur Veröffentlichung des Buches. Das Solidaritätsnetz setzt sich für die Flüchtlinge mit NEE ein und hat inzwischen rund 800 Mitglieder. Es organisiert in der Ostschweiz unter anderem Mittagstische für Flüchtlinge.

Das Buch «Und es sind Menschen auf der Flucht» wurde vom St. Galler Journalist Michael Walther verfasst und basiert auf der Methode des «Oral History». Die Porträtierten haben Walther ihre persönliche Lebensgeschichte beschrieben. Das Buch gibt diese in der Erzählsprache wider. Der Autor hat die Details der persönlichen Berichte nachgeprüft und die Erzählungen mit Informationen über die Herkunftsländer angereichert.

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