Update: 09.03.2009

Gewalt gegen Frauen, kulturelle/religiöse Traditionen und internationale Menschenrechtsstandards

Der Beitrag von Judith Wyttenbach beschäftigt sich am Beispiel der Gewalt gegen Frauen mit religiös oder kulturell begründeten Widerständen gegen die Durchsetzung international anerkannter Menschenrechte für Frauen. In der Wahrnehmung der Problematik stützt sich die Autorin auf neuere Berichte der UNO-Sonderberichterstatterin über Gewalt gegen Frauen.

Die Autorin legt dar, inwieweit der Schutz von Frauen gegen religiös oder kulturell gerechtfertigte Gewalt auch im Privatbereich unterdessen als Verpflichtung im internationalen Menschenrechtsschutz wenigstens indirekt anerkannt ist - eine Verpflichtung für die Staaten, die weder über die Religionsfreiheit, noch das Recht auf Selbstbestimmung oder die Berufung auf Minderheitenrechte ausgehebelt werden kann. Ungeachtet dieser normativen Verpflichtung stellt die starke Zurückhaltung der meisten Staaten im Kampf gegen religiös oder kulturell gerechtfertigte Gewalt gegen Frauen eine sehr ernsthafte Herausforderung für die Zukunft dar.


Bei diesem Beitrag handelt es sich um die deutsche Version des folgenden Originalbeitrags:

  • Judith Wyttenbach, Violence against Women, Cultural/Religious Traditions and the International Standard of Due Diligence, in: Carin Benninger-Budel (Ed.), Due Diligence and its Application to Protect Women from Violence, Den Haag 2008, S. 225ff.
    Mit bestem Dank an die Autorin!

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