Update: 10.06.2004

Kontroverse Projektfinanzierung - Equator Principles

Ein Jahr nach der Verabschiedung der Equator Principles legt das Netzwerk BankTrack, das von der EvB mitbegründet wurde, eine Zwischenbilanz der Prinzipien vor. Im vergangenen Jahr bewegten sich unter dem Druck der Nichtregierungsorganisationen auch die Banken. Im Juni unterzeichneten neun internationale Investmentbanken, darunter auch die Credit Suisse die sogenannten «Equator Principles». Damit verpflichten sich die mittlerweile über 20 Unterzeichnerbanken, ihre Projektfinanzierungen nach dem Vorbild der Weltbank-Gruppe auf Umwelt- und Sozialverträglichkeit zu prüfen. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen begrüssten die «Equator Principles».

In ihrer Zwischenbilanz nach einem Jahr, sind die im BankTrack Netzwerk zusammengeschlossenen NGOs wenig enthusiastisch. Im Allgemeinen geht die Umsetzung der Prinzipien bei den Banken nicht über Mittelmässigkeit hinaus. Trotz Unterzeichnung der freiwilligen Vereinbarung finanzieren Equator-Banken weiterhin kontroverse Projekte, wie die Baku Ceyhan Ölpipeline oder das Sachalin II Öl- und Gasprojekt in Russland.

Der Report macht eine Reihe von Vorschlägen, wie die Banken die Glaubwürdigkeit der «Equator Principles» retten können. Durch eine offene und transparente Informationspolitik, durch Diskussionen mit Betroffenen und NGO’s und durch die Entwicklung eines unabhängigen Mechanismus, welcher die Einhaltung und Weiterentwicklung der Prinzipien unterstützt.

  • Weiterführende Informationen der Erklärung von Bern (EvB).
  • Principles, Profits or just PR?, Triple P investments under the Equator Principles, An Anniversary Assessment, June 4 2004; als pdf hier.
  • Franck Amalric, The Equator Principles: A Step Towards Sustainability?, Centre for Corporate Responsibility and Sustainability at the University of Zurich (CCRS) Working Paper Series, Working Paper No. 01/05, January 2005 (als pdf).

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