20.11.2008

Kein Kind ist illegal - Kampagne und neuer Verein

Der Verein «Für die Rechte illegalisierter Kinder» startet am Kinderrechtstag, 20. November 2008, die gesamtschweizerische Kampagne «Kein Kind ist illegal». Mit der Kampagne will der Verein auf die Situation illegalisierter Kinder aufmerksam machen und deren Situation verbessern.

Kinder ohne Identität sind Kinder ohne Rechte

In der Schweiz leben mehrere tausend Kinder ohne Aufenthaltsbewilligung. Sie verbringen viele Jahre oder ihre ganze Kindheit hier, doch sind sie rechtlich gesehen inexistent. Angst vor Entdeckung und Ausschaffung, soziale Isolation, Armut sowie ungewisse Zukunftsperspektiven prägen ihre Lebenssituation. Für diese Kinder sind die verfassungsmässigen Rechte sowie die Rechte, die ihnen durch die Ratifizierung der Kinderrechtskonvention der UNO zustünden, nicht einklagbar.

Forderungen: Recht auf Bildung und mehr

Dagegen will nun der Verein «Für die Rechte illegalisierter Kinder» in den nächsten zwei Jahren vorgehen. Der Verein ist im Jahre 2008 gegründet worden, ihm gehören die verschiedenen Sans-Papier-Bewegungen, Terre des hommes Schweiz, HEKS sowie die Gewerkschaften Unia und vpod (Verband des Personals Öffentlicher Dienste) an. Sie alle fordern, ein umfassendes Recht auf Bildung, von der vorschulischen Bildung bis zur Ausbildung an einer Mittelschule und dem Absolvieren einer Lehre. Darüber hinaus  setzen sie sich gegen jegliche Zwangsmassnahmen gegen Minderjährige ein und prangern die Behörden an, weil sie gemäss Ausländergesetz selbst Jugendliche ab 15 Jahren bis zu zwölf Monaten in Ausschaffungshaft nehmen dürfen und dies auch tun. Zudem will der Verein vereinfachte Regularisierungsmöglichkeiten für Kinder und ihre Familien schaffen.

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