21.03.2026
Rassistische Beschimpfungen durch Mitspieler*innen oder Fans, rassistische Entgleisungen von Sportkommentator*innen bis hin zu physischen Übergriffen sind auch im Schweizer Sport keine Seltenheit. Doch schnelle und effektive Konsequenzen für die Täterschaft fehlen oft. Mit einer Petition fordert Jasmine Imboden zusammen mit Campax und humanrights.ch vom Schweizerischen Fussballverband ein konsequenteres Vorgehen gegen rassistische Übergriffe.
Schlagzeilen über rassistische Vorfälle im Fussball – und im Sport generell – lesen wir immer wieder. Dass schnelle und effektive Konsequenzen für die Täterschaft fehlen zeigt ein Vorfall, den Jasmine Imboden erleben musste: Sie wurde bei einem Fussballspiel von Fans rassistisch beschimpft. Trotz sofortiger Meldung an den Schiedsrichter und trotz Videobeweisen geschah vorerst nichts. Erst durch hartnäckige Interventionen beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) wurde schliesslich eine Busse von CHF 500.- gegen den Klub ausgesprochen. Die Täterschaft konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr eruiert werden.
Mit einer Petition fordern wir daher nun vom Schweizerischen Fussballverband ein konsequenteres Vorgehen gegen rassistische Übergriffe, unabhängige Untersuchungen und eine klare Strategie.
Hier Petition unterzeichnen
Die Petition an den Schweizerischen Fussballverband (SFV) fordert ein konsequenteres, schnelleres und transparenteres Vorgehen gegen rassistische Vorfälle im Schweizer Fussball, um Fairness, Sicherheit und Respekt für alle Sportbegeisterten zu gewährleisten.
Obwohl es viele Kampagnen gegen Rassismus im Fussball gibt, fehlt beim Schweizerischen Fussballverband eine Strategie, die ein konsequentes Eingreifen bei rassistischen Übergriffen durch klare Verfahren und transparente Kommunikation gewährleistet. Die Petition fordert daher eine grundlegende Reform, um diese Lücken zu schliessen. Sie orientiert sich dabei an bestehenden internationalen Standards.
Die Petition stellt mehrere konkrete Forderungen:
Erstens soll ein verbindliches Interventionsprotokoll eingeführt werden, das für alle Ligen gilt. Dieses orientiert sich am Drei-Stufen-Modell der UEFA:
- Stufe 1: Bei rassistischen Vorfällen wird das Spiel zunächst unterbrochen und eine Stadiondurchsage erfolgt.
- Stufe 2: Hält das Fehlverhalten an, folgt eine weitere Unterbrechung, die mit einer zehnminütigen Pause in den Kabinen einhergeht.
- Stufe 3: Hört das Verhalten danach nicht auf, wird das Spiel endgültig abgebrochen.
Dieses Vorgehen soll verpflichtend sein und nicht länger im Ermessen einzelner Personen liegen.
Zweitens fordert die Petition eine lückenlose und transparente Aufarbeitung aller rassistischen Vorfälle. Jeder Fall soll unabhängig, zeitnah und nachvollziehbar untersucht werden. Der Verband soll offenlegen, welche Abklärungen gemacht wurden und welche Konsequenzen daraus folgten.
Drittens sollen klare und abschreckende Sanktionen eingeführt werden. Dazu gehören unter anderem hohe Geldstrafen, Punktabzüge, Spielsperren oder Geisterspiele für Vereine. Die Regeln und Strafen sollen schweizweit einheitlich und klar geregelt sein.
Viertens verlangt die Petition verpflichtende Schulungen für Schiedsrichter*innen, damit sie rassistisches Verhalten besser erkennen und korrekt darauf reagieren können. Diese Weiterbildungen sollen regelmässig stattfinden und von Anti-Rassismus-Expert*innen begleitet werden.
Fünftens sollen verbindliche Präventionsprogramme für alle Vereine eingeführt werden. Vereine müssen Schulungen, einen Verhaltenskodex und klare Melde- und Interventionsstrukturen nachweisen, um eine Lizenz zu erhalten. Alle Vorfälle müssen dokumentiert und dem Verband gemeldet werden.
Die geforderten Massnahmen sollen für alle Formen von Diskriminierungen gelten und auch bei physischer oder psychischer Gewalt Anwendung finden.
Hier Petition unterzeichnen

