29.06.2026

Podcast «Artikel Sieben» – #29: Wenn Diskriminierung benannt wird – und bekämpft

Unser Podcast «Artikel Sieben» rückt die Menschenrechte in der Schweiz ins Zentrum. Einzelne Fälle machen gravierende Lücken im Menschenrechtsschutz sichtbar. In der neuen Folge gehen wir der Frage nach, weshalb die Schweiz noch immer kein umfassendes Gesetz gegen Diskriminierung kennt – und was ein solcher Schutz für Betroffene bewirken könnte. Gesprächspartner ist Tarek Naguib, Experte für Diskriminierungsrecht und Leiter einer Beratungsstelle für Menschen mit Migrationsgeschichte in Bern.

Diskriminierung kommt im Alltag oft vor und bleibt dennoch häufig unsichtbar. Eine unbeantwortete Wohnungsbewerbung, die Absage auf eine Stelle, eine plötzliche Kündigung oder ein negativer Behördenentscheid können Ausdruck von Vorurteilen sein – etwa aufgrund der Herkunft, des Alters, der Geschlechtszugehörigkeit oder der sexuellen Orientierung. Für die Betroffenen ist es jedoch meist schwierig, Diskriminierung nachzuweisen.

Tarek Naguib erklärt, warum die bestehenden rechtlichen Instrumente in der Schweiz lückenhaft sind und weshalb ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz notwendig ist. Ein solches Gesetz könnte nicht nur den Zugang zum Recht für Betroffene verbessern, sondern auch das gesellschaftliche Bewusstsein für Diskriminierung schärfen.

In der 29. Folge von «Artikel Sieben» beleuchten wir, wo die Schweiz beim Schutz vor Diskriminierung steht, welche Folgen die rechtlichen Lücken für Betroffene haben – und weshalb ein umfassender Diskriminierungsschutz die Demokratie stärken würde.

«Artikel Sieben» wird herausgegeben von humanrights.ch und produziert von podcastlab.ch. Die einzelnen Folgen sind in allen Podcastkanälen zu hören oder können auf dieser Seite direkt abgespielt werden.