29/06/2021

Droits des femmes en Suisse

Auch in der Schweiz sind Frauen immer noch in den meisten Bereichen schlechter gestellt als die Männer, wie die Indikatoren des Bundesamt für Statistik zeigen: Sie sind in allen relevanten Entscheidungsgremien wie auch auf höheren Posten in der Wirtschaft untervertreten, haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, verdienen je nach Branche immer noch 6 bis 21 % weniger und erhalten immer noch wenig Hilfe von den Männern bei der Haus- und Familienarbeit.

Kleine Chronologie der Frauenrechte in der Schweiz

1971 erhalten die Frauen auf eidgenössischer Ebene das Stimm- und Wahlrecht.

1978 erhalten die Frauen mit dem neuen Kindsrecht gleichberechtigt die «elterliche Sorge» über ihre Kinder.

1981 wird der Grundsatz der Gleichbehandlung von Frau und Mann und der Anspruch auf gleichen Lohn bei gleichwertiger Arbeit in der Verfassung verankert.

1988 stellt das neue Eherecht die Frauen den Männern gleich. So verschwindet z.B. die Bestimmung aus dem Eherecht, wonach der Mann das Oberhaupt der Familie ist und die Frau den Haushalt zu führen hat.

1990 erfolgt die Gleichstellung in Bezug auf das Bürgerrecht. Frauen, die einen Schweizer heiraten, erhalten nicht mehr automatisch das Schweizer Bürgerrecht.

1990 haben alle Kantone und Gemeinden das Stimm- und Wahlrecht der Frauen eingeführt.

1991 findet der erste landesweite Frauenstreik unter dem Motto «Wenn frau will, steht alles still» statt.

1996 tritt das Gleichstellungsgesetz in Kraft, welches die Beseitigung struktureller Benachteiligungen der Frau im Erwerbsleben (geringe Löhne, ungleiche Anstellungs- und Beförderungschancen, sexuelle Belästigung) zum Ziel hat.

1997 ratifiziert die Schweiz die UNO-Frauenrechtskonvention (CEDAW), die von zentraler Bedeutung ist für die Gleichstellung der Frau. 

1999 wird der Gleichstellungsartikel ihm Rahmen der Totalrevision der Bundesverfassung mit der «rechtlichen und tatsächlichen» Gleichstellung ergänzt.

2000 tritt das neue Scheidungsrecht in Kraft.

2003 tritt das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung in Kraft.

2004 werden Gewalthandlungen in Ehe und Partnerschaft neu von Amtes wegen als Delikt verfolgt und sanktioniert.

2005 wird die Mutterschaftsentschädigung aufgrund einer Änderung des Erwerbsersatzgesetzes (EOG) eingeführt.

2006 wird Artikel 28b ZGB verabschiedet, durch den Zivilgerichte zum Schutz der Opfer eine gewalttätige Person anweisen können, die gemeinsame Wohnung zu verlassen.

2006 tritt das Bundesgesetz über die Familienzulagen (Familienzulagengesetz, FamZG) in Kraft. Dadurch erhalten Familien eine einmalige oder periodische Geldleistung, die ausgerichtet wird, um die finanzielle Belastung durch ein oder mehrere Kinder teilweise auszugleichen.

2008 ratifiziert die Schweiz das Fakultativprotokoll zur UNO-Frauenrechtskonvention, welches die Möglichkeit vorsieht, sich gegen einen letztinstanzlichen innerstaatlichen Entscheid mit einer Beschwerde an den CEDAW-Ausschuss zu wenden.

2012 tritt die neue Strafbestimmung gegen die Verstümmelung von weiblichen Genitalien in Kraft.

2013 tritt das neue Namensrecht in Kraft, womit endlich die Gleichstellung in Bezug auf das Namensrecht verwirklicht wird.

2014 wird die gemeinsame elterliche Sorge zur Regel.

2017 ratifiziert die Schweiz das Europarats-Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (Istanbul-Konvention).

2019 findet der zweite landesweite Frauenstreik unter dem Motto «Lohn, Zeit, Respekt» statt.

2020 werden Lohngleichheitsanalysen für Betriebe mit mehr als hundert Mitarbeitenden obligatorisch. Sanktionen bei ungleichen Löhnen gibt es keine.

2021 feiert die Schweiz fünfzig Jahre eidgenössisches Frauenstimmrecht. 

2021 beschliesst der Bundesrat die erste nationale Gleichstellungsstrategie. Die Gleichstellungsstrategie 2030 setzt vier Schwerpunkte: die Förderung der Gleichstellung im Erwerbsleben, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Prävention von Gewalt und die Bekämpfung von Diskriminierung. 

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FRANCAIS:

Le principe de non-discrimination et d’égalité de traitement entre les sexes est une des règles fondamentales de la Déclaration universelle des droits de l’homme ainsi que de tous les traités des droits humains. La communauté internationale a sans cesse renforcé la portée des droits humains pour les femmes et élaboré différentes conventions spéciales des droits de la femme. L’application des droits humains pour les femmes a toutefois toujours rencontré des difficultés. Par ailleurs, les statistiques montrent qu’en moyenne les femmes sont toujours désavantagées par rapport aux hommes (cf. les statistiques de l’ONU «The World's Women 2000: Trends and Statistics»).

L'interdiction de la discrimination ainsi que le principe d'égalité entre les sexes est l'une des normes fondamentales de la Déclaration universelle des droits de l'homme ainsi que des traités nationaux des droits humains. La communauté internationale n'a cessé de renforcer les droits des femmes et d'élaborer des instruments spécifiques pour garantir ces droits. La réalisation de ceux-ci se heurte cependant à de nombreuses difficultés, et les femmes se situent toujours derrière les hommes en termes de droits selon les statistiques de l'ONU.

Chronologie des droits de la femme dans le cadre de l’ONU

Ce n’est que depuis le milieu des années 1990 que la question des femmes fait partie de manière permanente des discussions générales sur les droits humains. Par leurs expériences, les femmes commencent seulement à influencer le processus de sauvegarde générale des droits humains. L’intégration des femmes et de la question de l’inégalité des sexes dans les activités de l’ONU ne s’est pas faite en un jour :

1946 Création de la Commission de la condition de la femme (ONU)
(liens en français et en anglais)

1967 Déclaration sur l'élimination de la discrimination à l'égard des femmes (lien en anglais)

1975 Première conférence internationale sur les femmes à Mexico

1976 Décennie de l’ONU pour la femme (1976-1985)

1979 Convention sur l’élimination de toutes les formes de discrimination à l’égard des femmes 

1980 2ème conférence mondiale sur les femmes à Copenhague

1985 3ème conférence mondiale sur les femmes à Nairobi (en anglais)

1993 Déclaration sur l’élimination de la violence à l’égard des femmes

1995 4ème conférence mondiale sur les femmes à Pékin (en anglais)

2000 Protocole facultatif relatif à la Convention sur l’élimination de toutes les formes de discrimination à l’égard des femmes (Droit de requête individuel)
(liens en français et en anglais)

2000 Assemblée générale extraordinaire de l’ONU « Beijing + 5»