29.03.2010
Tourismus und Menschenrechte: Verlässliche Standards tun not
Wie reise ich nachhaltig und ohne Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen oder zu fördern? Für verantwortungsvolle Reisende in ferne Länder ist die Frage nicht einfach zu beantworten. Schlechte Entlöhnung des Personals im vermeintlichen Ferienparadies, fehlender Zugang zu Wasser, weil die Ferienanlagen dieses für sich beanspruchen oder gar Zwangsvertreibungen durch den Staat, um der touristischen Entwicklung den Weg zu ebnen - solche Menschenrechtsverletzungen sind in den touristischen Kernzonen Afrikas, Asiens oder Südamerikas nicht die Ausnahme. Für die Reisenden sind die Hintergründe vor Ort häufig weder vor, noch während der Reise augenfällig. Leider kennt die Branche auch keine verbindlichen Richtlinien, obwohl sie heute oft mit Slogans wie «Corporate Social Responsibility (CSR)» wirbt. Die freiwilligen Massnahmen, auf welche die Unternehmen in den Prospekten in grossen Lettern hinweisen, sind aber häufig nicht mehr als PR.
Fairunterwegs und Tourism Watch fordern deshalb eine Debatte über die Qualität der freiwilligen Massnahmen der Reisebranche. Tourism Watch und andere international im Bereich Tourismus tätige NGO legen dazu Studien und Broschüren vor, welche etwa beispielhafte Aktivitäten der Reisewirtschaft sowie Handlungsfelder vorstellt, in denen Unternehmen eine besondere Verantwortung tragen.
Dokumentation
- Tourismus und Menschenrechte: Was Reiseveranstalter tun könnten und tun sollten
Informationen zu einer Studie der britischen Organisation Tourism Concern auf der Website von fairunterwegs vom März 2010 (mit weiterführenden Links) - Tourism Watch fragt nach: Zauberformel CSR?
Beitrag auf der Website von fairunterwegs vom März 2010 mit Link auf die Broschüre von Tourism Watch - www.tourismconcern.org.uk
Britische NGO mit Informationen zu Menschenrechten und Tourismus - www.tourism-watch.de
Deutsche NGO mit Informationen zu Menschenrechten und Tourismus
Weiterführende Informationen
- Kinderprostitution im Ausland - Was die Schweiz dagegen tut
Artikel auf humanrights.ch vom November 2009