Update: 27.09.2016

Recht auf Arbeit

Mit Ausweis N (Personen im Asylverfahren)

Dieser Ausweis berechtigt eine Person, sich für die Dauer des Asylverfahrens in der Schweiz aufzuhalten. Für die ersten drei Monate gilt ein Arbeitsverbot. Wenn in diesen drei Monaten ein negativer Entscheid gefällt wird, der noch nicht rechtsgültig ist, können die Behörden das Verbot auf sechs Monate ausdehnen.

Danach dürfen Personen mit N-Ausweis unter gewissen Voraussetzungen in bestimmten Branchen (u.a. Landwirtschaft, Gartenbau, Bauwirtschaft, Gastgewerbe, Wäschereien, Abfallbewirtschaftung) einer unselbstständigen Arbeit nachgehen. Die Hürden für die Arbeitsbewilligung sind allerdings hoch.  

Mit Ausweis F (vorläufig aufgenommene Personen)

Personen mit Ausweis F dürfen zu branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen arbeiten. Es sind keine Brancheneinschränkungen vorgesehen. Die Arbeit ist bewilligungspflichtig. Die Arbeitsbewilligung wird vom Arbeitskanton ausgestellt (in der Regel wird eine Bewilligung nur für den Wohnsitzkanton ausgestellt). Auch bei vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen mit Ausweis F sind Erwerbstätigkeit und Stellenwechsel während der gesamten vorläufigen Aufnahme bewilligungspflichtig.

Die Bewilligung wird in der Regel ausgestellt, wenn die vorgeschriebenen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Der Nationalrat hat in der Herbstsession 2016 einer Vorlage zugestimmt, wonach die Bewilligungspflicht für Arbeitgeber durch eine Meldepflicht ersetzt werden soll.

Mit Ausweis B

Jeder Stellenwechsel von Flüchtlingen mit Ausweis B ist bewilligungspflichtig, solange keine Niederlassungsbewilligung vorhanden ist.

Mit Ausweis C

Keine Bewilligungspflicht.

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