Menschenrechte sind unteilbar – und gelten für alle. Von Anfang an hatte humanrights.ch den Anspruch, die gesamte Bandbreite der Menschenrechte abzudecken. Dieser umfassende Blick ermöglicht es uns bis heute, Themen zu erkennen, die in der Schweiz vernachlässigt werden – und gezielt dort anzusetzen, wo die Lücken am grössten sind.
Seit der Gründung der Schweizerischen Menschenrechtsinstitution (SMRI) im Jahr 2023 und der Übergabe unserer Grundlagendokumentation, setzen wir unseren Fokus verstärkt auf konkrete thematische Schwerpunkte mit systemischer Relevanz.
Zugang zum Recht
Zugang zu Gerichten und rechtlichem Schutz ist ein Grundrecht – doch in der Realität für viele schwer erreichbar.
Weil die Schweizerische Menschenrechtsinstitution (SMRI) keine individuellen Fälle bearbeiten darf, übernimmt humanrights.ch genau hier Verantwortung.
Wir dokumentieren Hindernisse im Rechtssystem, klären über Rechte auf und bringen systematische Menschenrechtsverletzungen vor Gericht – mit dem Ziel, die Rechtspraxis nachhaltig zu verändern und den Menschenrechtsschutz zu stärken.
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Diskriminierung
Diskriminierung passiert oft still – beim Zugang zu Arbeit, Bildung oder Gesundheitsversorgung. Viele Betroffene haben keine Möglichkeit, sich wirksam zu wehren.
Während sich viele Organisationen auf einzelne Gruppen fokussieren, setzt sich humanrights.ch seit Beginn für ein umfassendes Diskriminierungsverbot ein, das alle Menschen einschliesst – unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Orientierung.
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Rassismus
Rassismus und rassistische Diskriminierung betrifft nicht nur Einzelfälle – er ist strukturell und alltäglich. Um aufzuzeigen, wie systematisch Rassismus stattfindet und in Strukturen verankert ist, betreiben wir seit 20 Jahren gemeinsam mit unseren Partnern das schweizweite Beratungsnetz für Rassismusopfer. Wir dokumentieren jedes Jahr die Situation in der Schweiz. So machen wir Rassismus sichtbar – und zeigen, wo es Veränderung braucht. Wir unterstützen Beratungsstellen und stärken Betroffene.
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Freiheitsentzug
Menschen im Freiheitsentzug sind in ihren Rechten besonders verletzlich. Gleichzeitig hat das zunehmende Sicherheitsbedürfnis in der Gesellschaft dazu geführt, dass Gefangene heute keine Lobby mehr besitzen. Es gibt keine Stelle, die sich den Rechten und Bedürfnissen von Gefangenen annimmt. Deswegen betreibt humanrights.ch seit 2017 die noch immer einzige unabhängige Rechtsberatungsstelle für Inhaftierte und ihre Angehörigen. Wir beraten telefonisch und schriftlich, vermitteln juristische Unterstützung, intervenieren direkt bei Gefängnissen und machen Missstände öffentlich.
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Polizei
Kaum eine staatliche Institution greift so tief in Grund- und Menschenrechte ein wie die Polizei. Auch hier gibt es wenig zivilgesellschaftliches Engagement. humanrights.ch beleuchtet insbesondere systematische Übergriffe und Racial Profiling durch Polizei und private Sicherheitsdienste. Wie internationale Menschenrechtsgremien fordern wir seit Jahren unabhängige Beschwerdestellen für Fälle polizeilichen Fehlverhaltens in der Schweiz.
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MigrationAsyl
Ein Viertel der Menschen in der Schweiz besitzt keinen Schweizer Pass – besonders für sie und Personen im Asylverfahren sind die Hürden im Zugang zum Recht hoch. Anders als bei den anderen Fokusthemen setzt humanrights.ch hier nicht einen Schwerpunkt, weil es keine Fachporganisationen gibt. Vielmehr fehlt in diesem Bereich die Vernetzung, die einen Überblick über die Brennpunkte ermöglicht und Grundlage für ein systematisches gemeinsames Vorgehen ist. Es geht insbesondere darum, mit konkreten Fallgeschichten und juristischen Präzedenzfällen systematische, oft unsichtbare Menschenrechtsverletzungen ans Tageslicht zu bringen.
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