SP Schweiz will soziale Rechte vorantreiben

Die Sozialdemokratische Partei (SP) fordert, dass soziale Rechte und menschenwürdige Arbeitsbedingungen hierzulande mehr Gewicht erhalten. Die Schweiz müsse dazu beitragen, die Globalisierung sozial zu gestalten, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. Die Fraktion hat deshalb insgesamt zwölf parlamentarische Vorstösse eingereicht. Zu deren Kernforderungen gehören etwa die Ratifizierung aller wichtigen ILO-Abkommen, die Erhöhung der Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens sowie der Verzicht auf die Exportrisikogarantie, falls die Kernarbeitsnormen der ILO nicht eingehalten werden. 

«Globalisierung und Wirtschaftswachstum können zu mehr Nachhaltigkeit und weniger Armut beitragen, bewirken aber allzu oft das Gegenteil. Deshalb müssen die politischen Rahmenbedingungen die Globalisierung sozial und ökologisch gestalten. Die Schweiz muss ihren Beitrag hierzu leisten und mit der ILO (Internationalen Organisation für Arbeit) eine strategische Partnerschaft zur Umsetzung der Agenda für menschenwürdige Arbeit eingehen», erklärte Nationalrätin und SP-Fraktionspräsidentin Ursula Wyss an einer Medienkonferenz in Bern.

Die Offensive der Sozialdemokraten unter dem Titel «Menschenwürdige Arbeit für alle» geht auf einen Auftrag der Parteibasis zurück.

  • SP verlangt mehr soziales Engagement
    Basler Zeitung Online, 11. Oktober 2006 (online nicht mehr abrufbar)
  • Die Schweiz muss dazu beitragen, die Globalisierung sozial zu gestalten (online nicht mehr verfügbar)
    Medienmitteilung der SP Schweiz vom 11. Oktober 2006
  • Menschenwürdige Arbeit für alle - die soziale Gestaltung der Globalisierung
    Positionspapier der SP Fraktion vom 28. Juni 2007 (pdf, 12 S.)

Weiterführende Informationen

19.10.2006