Deklaration «Frauenrechte und die UNO-Reformen» lanciert

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hat sich im Juli 2006 gemeinsam mit achtzehn weiteren Ministerinnen mittels einer Deklaration dafür eingesetzt, dass auf UNO-Ebene die Frauenrechte stärker im Zentrum stehen. Der Newsletter des Kompetenzzentrums Friedensförderung (KOFF) dazu: 

«Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat im Rahmen des Netzwerkes der Aussenministerinnen eine Deklaration zum Thema "Frauenrechte und UN-Reform" lanciert, welche von achtzehn weiteren Ministerinnen unterzeichnet und an UNO-Generalsekretär Kofi Annan gesandt wurde.

Die neunzehn Ministerinnen vertreten darin den Standpunkt, dass sich der neu geschaffene Menschenrechtsrat – stärker noch als die Kommission für Menschenrechte – den Frauenrechten annehmen soll. Die Ministerinnen unterstützen in der Deklaration die Absicht der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Louise Arbour, die Expertise ihres Büros (OHCHR) hinsichtlich Gender und Frauenrechte auszubauen. Dies soll mit der Schaffung einer speziellen Organisationseinheit erfolgen. Gender und Frauenrechte sollen zu einer Priorität des Programms der Hochkommissarin werden.

Die Deklaration unterstützt weiter den Vorschlag der Hochkommissarin, das "Komitee zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau" (CEDAW), das zurzeit dem UNO-Departement für soziale und wirtschaftliche Angelegenheiten in New York zugewiesen ist, neu dem OHCHR zu unterstellen. Dies würde gemäss der Deklaration dazu beitragen, den Status und die Sichtbarkeit des Komitees und der „Konvention zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau“ zu erhöhen.»

05.09.2005