«Manifest der vielfältigen Schweiz»

Am 22. August 2009 hat die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) im Rahmen der Veranstaltung «Mani-Fest der vielfältigen Schweiz» ihren gleichnamigen Aufruf lanciert. Dieser betont und unterstützt die kulturelle Pluralität in acht Punkten. Damit will die EKR Massnahmen zur Förderung der Vielfalt und der Integration, der Akzeptanz und des Respekts ankurbeln. Humanrights.ch / MERS ist als «Freund des Manifests» beigetreten.

Manifest fordert Taten

«Indem man sich andern öffnet, bereichert man das Land», sagte Innenminister Pascal Couchepin am 22. August 2009 am «Mani-Fest der vielfältigen Schweiz» in Biel. Auch für EKR-Präsident Georg Kreis ist Vielfältigkeit ein zentrales Thema: Die Schweiz stehe für Mehrsprachigkeit, unterschiedliche Glaubensgemeinschaften sowie soziale Vielfalt. Das «Manifest der vielfältigen Schweiz» besteht aus acht Punkten, welche die Werte der Würde des Menschen und den Schutz vor Diskriminierung hochhalten. Weiter betont es die kulturelle Vielfältigkeit und die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Menschen. «Die Wörter haben oft weniger Wert als die Handlungen, deshalb fordert unser Manifest auch Taten», sagte Georg Kreis. Das Manifest lädt denn auch Organisationen und Einzelpersonen, aber auch Behördenstellen, Firmen oder Schulen dazu ein, die Erklärung zu unterzeichnen und sich zu verpflichten, innert zweier Jahre zwei konkrete Projekte für die Förderung und Akzeptanz der Vielfalt umzusetzen.  

Beispiele für Projekte, welche die Vielfalt fördern, sind etwa die Stadt Lausanne mit der «Lausanner Woche gegen Rassismus 2011», das Schweizerische Rote Kreuz, welches sich gegen rassistische Diskriminierung durch das Spitalpersonal einsetzt, das Eidgenössische Departement des Innern, welches zukünftig Lernende aus Migrationsfamilien konsequenter berücksichtigen will, oder das Luzerner Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB), das eine Sensibilisierungskampagne zu Stammtischsprüchen lancieren will.