Rassistischer Alltag in der Schweiz?

Am 28. Januar 2007 wurde in Aarau in der Nähe vom Bahnhof ein junger Mann aus Indien von einer Gruppe von Männern zusammengeschlagen. Er war auf dem Weg nach Hause. Die Männer gehörten offensichtlich der rechtsextremen Szene an. Die Kantonspolizei fasste die Gruppe am späteren Abend.

Am 29. Januar 2007 wurde ein indisch aussehender Mann im Zug von mehreren Rechtsradikalen attackiert. Die Polizei stellte die Täter an einem der folgenden Bahnhöfe.

Letzten August wurde ein indisch-stämmiger Südafrikaner von einem jungen Mann auf einer Dorfchilbi zusammengeschlagen. Die Begleiterin des Opfers berichtete, dass sie sich nur kurz weggedreht hätte und als sie sich umdrehte, lag der Mann blutüberströmt am Boden. Er war umringt von einer Gruppe von Männern, die ihn weiter mit Stiefeln traktierten. Die Polizei ermittelte einen der Täter.

Spitze des Eisbergs

Dies sind nur die wenigen Fälle, die tatsächlich in die Presse gelangen, jeden Tag werden Beratungsstellen in der ganzen Schweiz mit Meldungen dieser Art konfrontiert. Der aargauische Grossrat Hansjörg Wittwer warnt in seiner Mitteilung an die Medien, dass solche Vorfälle «das Bild einer isolationistischen, rassistischen Schweiz» zeichnen. Eine der wirksamsten Gegenmassnahmen sei die Aufforderung an alle, nicht wegzuschauen, sondern hinzuschauen und aktiv jede Form von Gewalt öffentlich zu machen. Ein Beispiel dafür ist die Chronologie «Rassistische Vorfälle in der Schweiz», die von Hans Stutz kontinuierlich zusammengestellt wird.

Informationen für Betroffene von Rassismus und Rechtsextremismus

09.02.2007