Charta der Gassenarbeiter

Zwei Verbände der Gassenarbeiter haben sich in einer Art Grundsatzpapier den Menschenrechten verpflichtet. Dies berichtet die Basler Zeitung (BaZ). Die Gassenarbeiter äussern sich demnach gegen die Wegweisungspraxis in einigen Schweizer Städten.

Die Fachgruppe Aufsuchende Sozialarbeit und Streetwork des Fachverbandes Sucht (FaGASS) und die Groupe Hors-murs stellten ihre zweisprachige Charta den Medien vor. Sie nutzten die Gelegenheit und machten darauf aufmerksam, dass sich die Sozialarbeit zunehmend an sozialer Kontrolle über Personen in prekären Lebenssituationen orientiere. Die Gassenarbeiter kritisierten, dass Einsätze für die öffentliche Sicherheit wichtiger würden als jene der Sozialarbeit. Zugleich warnten sie vor einem «Sicherheitswahn». Sie nannten als Beispiel die Praxis einiger Schweizer Städte, Randständigen das Betreten so genannter Wegweisungs- und Ausgrenzungszonen zu verbieten.

  • «Gassenarbeiter bündeln Kräfte: Charta formuliert»
    Artikel der BaZ vom 7. Juni 2005 (online nicht mehr abrufbar)
  • Charta der Gassenarbeiter
    auf französisch und deutsch (pdf, 20 S.)

14.06.2005