Schweizer Städte beteiligen sich an UNESCO-Projekt gegen Rassismus

Der Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit erfordert konkrete Taten auf lokaler Ebene und in den Städten. Deshalb haben sich 70 europäische Städte der «Städte-Koalition gegen Rassismus» angeschlossen. Diese wurde 2004 von der UNESCO ins Leben gerufen. In der Schweiz gehören zu diesem Netzwerk Winterthur, Genf, Lausanne, Zürich und Bern. Weitere Städte haben gemäss Angaben der Fachstelle für Rassismusbekämpfung Interesse bekundet.

Ziel der «Städte-Koalition gegen Rassismus» ist, die Städte zur Teilnahme an einem «Zehn-Punkte-Aktionsplan» zu bewegen und ihre Anstrengungen zu koordinieren. Der Aktionsplan enthält zahlreiche Vorschläge für Projekte, welche unter anderem die Wachsamkeit gegenüber Rassismus verstärken, den Opfern Unterstützung bieten und Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten für die Bürger/innen schaffen sollen. Daneben umfasst er auch Ideen für Projekte zur Förderung der kulturellen Vielfalt und im Schulbereich.

Der Beitritt zur Koalition erfolgt in zwei Schritten: Zuerst unterzeichnen die Gemeinden eine «Absichtserklärung», danach eine «Beitritts- und Verpflichtungserklärung», mit der sie sich verpflichten, den Aktionsplan umzusetzen und alle zwei Jahre einen Bericht vorzulegen.

In jeder der beteiligten Städte hängt der Erfolg von der wirksamen Umsetzung des Aktionsplans und der Bewertung der durchgeführten Massnahmen ab. Die Fachstelle für Rassismusbekämpfung (FRB) verfolgt die Entwicklung der Koalition aufmerksam und steht Städten, die konkrete Projekte gegen Rassismus starten möchten, zur Verfügung.