Umsetzung der UNO-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schweiz

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat Ende 2002 die Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Die Schweiz ist in der Umsetzung des Gedankens der nachhaltigen Entwicklung in die Bildung sehr aktiv. Die verantwortlichen Stellen treten dafür ein, dass Themen wie globales Lernen, Gesundheitsprävention und Umweltpädagogik in die Lehrpläne aufgenommen werden.

Leitprinzip der UNO seit 1992 

Nachhaltige Entwicklung ist seit dem UNO-Gipfel von Rio 1992 das Leitprinzip der UNO. Es bedeutet den schonenden, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, der auch an zukünftigen Entwicklungen und Generationen orientiert ist. Wegweisend für diese Denkweise war der Text «Die Grenzen des Wachstums» der internationalen wissenschaftlichen Institution Club of Rome aus dem Jahre 1972.

Im März 2005 wurde die Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung von der UNO offiziell eröffnet. Sie soll bis 2014 dauern. Eines der zentralen Ziele der UNO-Dekade ist es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung in der Bildung zu verankern und insbesonderen bei jungen Menschen Werte wie Respekt, Partizipation, Gleichheit und antidiskriminierendem Verhalten zu fördern.

In diesem Zusammenhang sollen für Kinder und Jugendliche alltäglich erfahrbare Dinge, wie Migration, Rassismus oder etwa Umweltprobleme in Zukunft Bestandteil des Lehrplanes sein. Nicht zuletzt sind auch die Menschenrechte Teil der nachhaltigen Entwicklung und dürften somit im Rahmen der Umsetzung der UNO-Dekade in Schweizer Schulen vermehrt thematisiert werden. Wie einem Artikel von Swissinfo zu entnehmen ist, ist es derzeit der freiwilligen Initiative von Lehrpersonen überlassen, dass diese Themen innerhalb des Unterrichts überhaupt angesprochen werden.

Engagement von EDK und Bundesämtern

Vertreter/innen von Bund und Kantonen engagieren sich teilweise stark für die Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Schweizer Lehrpläne. Zuständig dafür ist an erster Stelle die Eidg. Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK), welche zusammen mit Vertreter/innen von sieben Bundesämtern die Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung bildet. Mit gemeinsamen Projekten tritt diese dafür ein, dass die Ziele der UNO-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung in die geplanten sprachregionalen Lehrpläne, in die Lehrerausbildung und in die Qualitätsentwicklung von Schulen integriert werden.

Die EDK hat auf ihrer Website zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Dosser zusammengestellt. Dort finden Interessierte unter anderem das Vorgehenspapier der Plattform, welches die strategischen Prioritäten der Verantwortlichen in der Schweiz zusammenfasst. Ausserdem hat die Plattform einen ebenfalls hier abrufbaren Massnahmenplan für die Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014 erarbeitet.

Weiterführende Informationen

20.08.2007