Seba Arab

«Ich bin mit der Angst aufgewachsen, nie zu wissen, wem ich trauen kann. An der Uni und bei der Arbeit gab es Spitzel des Geheimdienstes. Wer sich kritisch äusserte, wurde verhaftet. Wir hatten keine Rechte. Menschenrechte sind so kostbar, man muss Sorge dazu tragen.»

Margrith Bigler-Eggenberger

«Manchmal braucht es den Druck von aussen. Die Europäische Menschenrechtskonvention spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz. Die Gleichstellung der Frau ist leider heute noch keine Selbstverständlichkeit.»

Renate Howald Moor

«Es ging bei der Schadensersatzforderung nie ums Geld, sondern darum, ein Prinzip zu verteidigen: Dass nicht nur die Kleinen, sondern auch die Grossen für ihre Verfehlungen geradestehen müssen. Dank dem Urteil aus Strassburg gibt es nun faire Verfahren für Asbestopfer. Ohne die Menschenrechtskonvention hätten viele Menschen eine noch kleinere, oder gar keine Chance Recht zu bekommen. Es wäre schlicht niemand mehr da, der gewissen Leuten auf die Füsse tritt, sich für ihre Rechte stark macht und in der Lage ist, etwas Druck auszuüben.»

Pascal Falcy

«Als wir erfuhren, dass wir während 10 Tagen überwacht wurden und ich auch noch beschuldigt wurde, meine Beschwerden nur vorgetäuscht zu haben, war das ein grosser Schock. Dieser massive Eingriff in mein Privatleben hat ein Trauma verursacht, mit dem ich nun leben muss.»

Hans Glor

«Man kann jetzt sagen, es handle sich bei diesem Entscheid um ein Detail, aber es geht um ein Prinzip - das Prinzip der Gleichbehandlung. Und das ist doch das A und O einer gerechten, demokratischen Schweiz.»

Daniel Monnat

«Meine Reportage «Die verlorene Ehre der Schweiz» wurde von den Schweizer Behörden nach einer Beanstandung unzufriedener Fernsehzuschauer zensuriert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sah darin eine Einschränkung meiner freien Meinungsäusserung und hob diese Zensur auf.»

Tommaso Mainardi

"Minderheiten sind die „menschliche Biodiversität“ und in ihrer Vielfalt eine Bereicherung für jede Gesellschaft. Jeder von uns kann plötzlich einer Minderheit angehören, das habe ich selber erlebt. Alle Menschen haben das Recht, in Würde zu leben, dafür engagiere ich mich.“

Yannick Forney

«Ich habe vor drei Jahren eine Geschlechtsangleichung von weiblich zu männlich eingeleitet. Die transidente Bevölkerung fordert vor allem das Recht, sich selbst zu sein, anerkannt zu werden und ein Existenzrecht in der Gesellschaft zu haben.»

Ursula Biondi

«Ich wurde mit 17 weggesperrt, weil ich schwanger war. Die Zeit in Hindelbank hat tiefe seelische Wunden und eine jahrzehntelange Stigmatisierung hinterlassen. Sie nahmen mir mein Kind und meine Würde weg. Zehntausende von Menschen sind so vom Staat gebrochen worden früher. Wenn wir den Menschenrechten nicht Sorge tragen, kann das wieder passieren.»

kontakt

Marianne Aeberhard
Leiterin Projekt Zugang zum Recht / Geschäftsleiterin

marianne.aeberhard@humanrights.ch
031 302 01 61
Bürozeiten: Mo/Di/Do/Fr

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