Update: 04.12.2019

Halbzeitbilanz der Uno-Millenniumsziele: Beitrag der Schweiz  (NR 1/07)

Aufgrund von zahlreichen Fragen aus allen politischen Lagern hatten die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey beziehungsweise Doris Leuthard Rechenschaft abzulegen über die Massnahmen der Schweiz zur Erfüllung der 8 Uno-Millenniumsziele. Gefragt wurde nach den finanziellen Mitteln wie auch nach den Strategien, welche zur Erreichung der einzelnen Ziele im Bereich Beseitigung von Armut und Hunger (Ziel 1), Bildung (Ziel 2), Gleichstellung der Frauen (Ziel 3), Senkung der Kindersterblichkeit (Ziel 4), Verbesserung der Gesundheit der Mütter (Ziel 5), Bekämpfung von Krankheiten (Ziel 6), Umweltschutz (Ziel 7) und Aufforderung an die Industrieländer zur Entwicklungspartnerschaft (Ziel 8) eingesetzt werden.

Das Überdenken der Haltung gegenüber den ärmeren Ländern verlangt dabei am vordringlichsten das Ziel 8. Dieses verlangt unter anderem zum Beispiel ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, die Verpflichtung zu guter Staatsführung, der zoll- und quotenfreie Marktzugang für die Exporte ärmerer Länder, die verstärkte Schuldenerleichterung für die hochverschuldeten armen Länder, die Streichung aller bilateralen öffentlichen Schulden dieser Länder, eine großzügigere Entwicklungshilfe für Länder, die wirkliche Anstrengungen zur Senkung der Armut unternehmen wie etwa auch  die Verfügbarmachung von lebenswichtigen Medikamenten in den Entwicklungsländern zu erschwinglichen Preisen oder von neuen Technologien, insbesondere der Informations- und Kommunikationstechnologien.

Die Anworten sind gezwungenermassen kurz und allgemein ausgefallen.

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