04.05.2026
Unser Podcast «Artikel Sieben» rückt die Menschenrechte in der Schweiz ins Zentrum. Einzelne Fälle machen gravierende Lücken im Menschenrechtsschutz sichtbar. In der neuen Folge gehen wir der Frage nach, wie es um die Menschenwürde von Sexarbeiterinnen steht – und welche Auswirkungen politische Vorstösse wie das sogenannte «Schwedische Modell» hätten. Gesprächspartnerin ist Rebecca Angelini, Geschäftsleiterin von ProCoRe, dem nationalen Netzwerk für die Rechte von Sexarbeiter*innen.
Nach wie vor ist Sexarbeit stark stigmatisiert. Gleichzeitig gibt es politische Bestrebungen, auch in der Schweiz das «Schwedische Modell» einzuführen. Dieses kriminalisiert die Kunden von Sexarbeitenden – führt jedoch in der Praxis zu einer umfassenderen Repression der Sexarbeit insgesamt. Rebecca Angelini erklärt, weshalb solche Ansätze die Situation der Betroffenen verschärfen können, statt sie zu verbessern.
Zugleich macht sie darauf aufmerksam, dass Sexarbeiter*innen bereits heute mit zahlreichen strukturellen Hürden konfrontiert sind – etwa im Migrationsrecht, im Sozialversicherungsrecht oder bei der Gesundheitsprävention. Dies steht im Widerspruch dazu, dass Sexarbeit in der Schweiz spätestens seit einem Bundesgerichtsurteil von 2021 als reguläre Erwerbsarbeit anerkannt ist.
In der 27. Folge von «Artikel Sieben» beleuchten wir, wo die zentralen menschenrechtlichen Herausforderungen liegen, welche politischen Narrative die Debatte prägen – und was es braucht, um die Rechte und die Menschenwürde von Sexarbeiter*innen wirksam zu schützen.
«Artikel Sieben» wird herausgegeben von humanrights.ch und produziert von podcastlab.ch. Die einzelnen Folgen sind in allen Podcastkanälen zu hören oder können auf dieser Seite direkt abgespielt werden.

