Update: 25.05.2018

Armut von Frauen - ausgewählte Empfehlungen an die Schweiz

Im Folgenden haben wir einige Fundstellen zum Thema ausgewählt. Am Schluss der Originalzitate findet sich jeweils die Quellenangabe mit einem Link auf den Volltext, dem die Fundstelle entstammt.

Ausschuss gegen die Diskriminierung der Frau CEDAW

«Der Ausschuss ruft den Vertragsstaat auf, die Ergebnisse der Studie über die Auswirkungen des neuen Scheidungsrechts, die die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen im Juni 2007
veröffentlichte, zu nutzen und sich sehr ernsthaft mit den Empfehlungen dieser Kommission zu befassen, um die geschlechtsspezifischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten nach einer
Scheidung auszugleichen. Er ruft den Vertragsstaat des Weiteren auf, den Gesetzesentwurf nun in Angriff zu nehmen um sicherzustellen, dass während des Entscheidungsprozesses über
Unterhaltszahlungen oder Alimente nach einer Scheidung oder Trennung jeglicher finanzielle Fehlbetrag gleichermassen auf beide Ehegatten aufgeteilt wird. Der Ausschuss fordert den
Vertragsstaat nachdrücklich auf, durch gesetzliche Massnahmen zu gewährleisten, dass Frauen in De-facto-Partnerschaften den gleichen wirtschaftlichen Schutz geniessen wie verheiratete
Frauen, und zwar in Form einer Anerkennung ihres Anspruchs auf Teilhabe an dem während der Partnerschaft erworbenen Zugewinn im Einklang mit der allgemeinen Empfehlung 21 des
Ausschusses.»

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«Der Ausschuss empfiehlt der Schweiz, die Armut von Frauen in besonders gefährdeten Situationen genau zu verfolgen und effektive Massnahmen und Ausbildungsprogramme zu realisieren, damit auch diese Frauen von der Entwicklung des Wohlstands in der Schweiz voll profitieren können.»

Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte CESCR

«Der Ausschuss stellt fest, dass es unannehmbare Armut unter bestimmten Teilen der Bevölkerung, besonders unter den Frauen gibt. Dies trotz des hohen Entwicklungsniveaus und der wirtschaftlichen Stärke, welche die Schweiz erreicht hat.» (eigene Übersetzung)

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