Update: 25.05.2018

Menschenhandel - ausgewählte Empfehlungen an die Schweiz

Im Folgenden haben wir eine Fundstelle zum Thema ausgewählt. Am Schluss des Originalzitats findet sich die Quellenangabe mit einem Link auf den Volltext, dem die Fundstelle entstammt.

Universal Periodic Review

Prävention und Bekämpfung von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung, u.a. durch Erstellen einer Strategie und Kooperation mit Herkunftsländern

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Schutz der Opfer von Menschenhandel, u.a. durch Schaffung von Gesetzgebung, Bereitstellen zusätzlicher Ressourcen in allen Kantonen, etc.

Ausschuss gegen die Folter CAT

«Der Ausschuss begrüsst die vom Vertragsstaat getroffenen Massnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere auch des Frauen- und Mädchenhandels zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Allerdings ist er besorgt darüber, dass Menschenhandel in diesem Vertragsstaat weiterhin vorkommt (Art. 12, 13 und 16).
Der Vertragsstaat muss seinen Kampf gegen den Menschenhandel, insbesondere auch den Frauen- und Mädchenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, fortsetzen, indem er eine umfassende Bekämpfungsstrategie verabschiedet, die präventiven Massnahmen verstärkt und den Schutz der Opfer sicherstellt, auch in Fällen, in denen diese mit der Justiz zusammenarbeiten. Der Vertragsstaat muss zudem die Verantwortlichen verfolgen und bestrafen sowie den Ausschuss über die Ergebnisse der laufenden Strafverfolgungen informieren.»

Ausschuss gegen die Diskriminierung der Frau CEDAW

«Der Ausschuss ermutigt den Vertragsstaat, eine rasche Ratifizierung der Konvention des Europarates gegen Menschenhandel sicherzustellen. Er fordert den Vertragsstaat nachdrücklich auf, seine Massnahmen zur Bekämpfung aller Formen des Handels mit Frauen und Kindern zu verstärken, beispielsweise durch zunehmende internationale, regionale und bilaterale Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern im Einklang mit Artikel 6 des Übereinkommens. In diesem Zusammenhang fordert der Ausschuss den Vertragsstaat nachdrücklich auf, nicht nur die Verfolgung und Bestrafung des Menschenhandels sicherzustellen, sondern auch den Schutz und die Genesung der Opfer von Menschenhandel, unter anderem durch die Zuweisung ausreichender Mittel an die bestehenden spezialisierten Dienste und durch die Einrichtung zusätzlicher Dienste in allen Kantonen. Der Ausschuss fordert den Vertragsstaat des Weiteren nachdrücklich auf, zwecks Einhaltung der Empfohlenen Grundsätze und Richtlinien zu Menschenrechten und Menschenhandel, die das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte 2002 vorgelegt hat, eine Verlängerung vorübergehender Aufenthaltsbewilligungen und andere Massnahmen zu erwägen. Der Ausschuss ruft den Vertragsstaat auf, Daten über alle Aspekte des Menschenhandels zu sammeln und zu analysieren und sie nach Alter und Herkunftsland aufzuschlüsseln, um Trends und Ursachen sowie Bereiche zu ermitteln, in denen vorrangiger Handlungsbedarf besteht, und entsprechende politische Leitlinien zu entwickeln. Er fordert den Vertragsstaat auf, die diesbezüglichen Informationen sowie auch Informationen über die Wirkung seiner Massnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels in seinen nächsten periodischen Bericht aufzunehmen.»

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«Der Ausschuss fordert die Schweiz auf, ihre Bemühungen zur Bekämpfung des Frauen und Mädchenhandels fortzusetzen. Er empfiehlt ihr, eine umfassende Strategie auszuarbeiten, welche Präventions-massnahmen, die Verfolgung und Bestrafung der Täter und verstärkte internationale, regionale und bilaterale Zusammenarbeit beinhaltet. Er ersucht die Schweiz dafür zu sorgen, dass die Opfer von Frauen- und Mädchenhandel die nötige Unterstützung und Hilfe bekommen, einschliesslich einer Aufenthaltsbewilligung, damit sie gegen ihre Ausbeuter aussagen können. Er schlägt weiter vor, die Ausbildung der Grenzpolizei und Vollzugsorgane in diesem Bereich zu verbessern, damit sie die Opfer des Frauen- und Mädchenhandels unterstützen können.»

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