Die 8. Session des Beratenden Ausschusses

Vom 20. bis 24. Februar 2012 hat der Beratende Ausschuss des UNO-Menschenrechtsrates in Genf zum achten Mal getagt. Bei dieser Sitzung schloss der Ausschuss seine Arbeit zu verschiedenen Studien im Auftrag des Menschenrechtsrates ab. Dazu gehören folgende Themen: «Weiterentwicklung von Menschenrechten für die ländliche Bevölkerung», «Schwere Unterernährung von Kindern am Beispiel der Noma-Krankheit» sowie die «Internationale Kooperation in der Menschenrechtsarbeit». Neu aufgenommene Themen sind die Situation der Armen in städtischen Gebieten und Menschenrechtsaspekte von terroristischer Geiselnahme. Zur Bearbeitung dieser Aufgabe hat der Ausschuss je eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

Der Beratende Ausschuss hat zudem über einen Entwurf für die Deklaration zum Recht auf Frieden debattiert. Der Entwurf soll dem Menschenrechtsrat anlässlich seiner 20. Session vorliegen. Mehr Details hierzu finden Interessierte im Artikel Impuls für ein Menschenrecht auf Frieden?.

Von Bedeutung ist ferner die Debatte, welche der Ausschuss über traditionelle Werte und ihre Beziehung zu den internationalen Menschenrechtsstandards geführt hat. Dieser Themenbereich führte erneut zu grossen Auseinandersetzungen. Der Ausschuss hat als Expertengremium des UNO-Menschenrechtsrates von diesem den Auftrag erhalten, eine Studie zu den traditionellen Werten zu verfassen. Er wird das Thema voraussichtlich an der nächsten Session im August 2012 erneut aufgreifen. Mehr Informationen dazu im Artikel Förderung der Menschenrechte durch eine Annäherung an traditionelle Werte?.

Der Expertenausschuss tagt zwei Mal jährlich und bearbeitet Themen, die ihm der Menschenrechtsrat überweist. Er kann aber auch eigene Themen vorschlagen.

Dokumentation

13.03.2012