UNO

Für jedes UNO-Menschenrechtsabkommen ist in der Regel ein Ausschuss zuständig, welcher die Umsetzung durch die Vertragsstaaten überprüft, Good-Practice-Empfehlungen ausspricht oder in einigen Fällen Individualbeschwerden entgegennimmt. Der Menschenrechtsrat gründet seinerseits in der UNO-Charta, gehört aber auch zu den Instrumenten zur Durchsetzung der internationalen Menschenrechte. Eine Übersicht über alle Organe der Vereinten Nationen finden Sie hier.

Im Rahmen des komplexen Systems der UNO zum Schutz der Menschenrechte sind zwei Sorten von Gremien zu unterscheiden:

Politische Organe: Gremien von Staatenvertretern/innen

Erstens beschäftigen sich einige politische Organe der UNO mit der Förderung und Durchsetzung der Menschenrechte. Politisch bedeutet, dass diese Organe von den Vertretern/-innen der Staaten kontrolliert und teilweise auch im Sinne von einzelstaatlichen Interessen gehandhabt werden. Gemäss UNO-Charta sind hauptsächlich die folgenden politischen Organe mit der Förderung der Menschenrechte betraut:

  • UN-Generalversammlung
  • Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC)
  • Kommission für die Rechtsstellung der Frau
  • Menschenrechtskommission
  • Menschenrechtsrat
  • Hochkommissariat für Menschenrechte

Vertragsorgane: Gremien von Experten/-innen

Zweitens ist jedem Menschenrechtsvertrag ein Gremium beigeordnet, dessen Aufgabe es ist, die Einhaltung der Vertragsbestimmungen zu überwachen. Diese Ausschüsse setzen sich aus unabhängigen Expertinnen und Experten zusammen. Im einzelnen sind dies:

  • Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte
  • Menschenrechtsausschuss
  • Ausschuss gegen Rassendiskriminierung
  • Ausschuss gegen Frauendiskriminierung
  • Ausschuss gegen Folter
  • Ausschuss für die Rechte des Kindes
  • Ausschuss für Wanderarbeiter
  • Ausschuss für die Rechte von Personen mit Behinderungen
  • Ausschuss gegen das Verschwindenlassen

Informationen zu den Vertragsorganen

Individualbeschwerden an die Vertragsorgane

Orientierungs- und Suchhilfen

07.09.2020