Integration durch Arbeit

Das Bundesamt für Migration (BFM) hat zwei Berichte zur Situation der Ausländer/innen in der Schweiz herausgegeben. Die wichtigste Erkenntnis der Studien über die Probleme der Eingliederung der Ausländer/innen und über die Einbürgerung lautet: Der Zugang zur Arbeitswelt und eine gute Ausbildung seien die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Integration von Ausländer/innen. Konkrete Massnahmen zeigen die Berichte nicht auf.

Die Situation der 1,5 Mio Ausländer/innen im Land sei zufriedenstellend, sie könnte jedoch noch verbessert werden, lautet das Fazit der Bestandesaufnahme zur schweizerischen Integrationspolitik. Als problematisch erwähnt der Bericht unter anderem die hohe Zahl arbeitsloser Ausländer, die zahlreichen ausländischen Schüler in Sonderschulen und den Umstand, dass relativ wenige ausländische Jugendliche eine ordentliche Berufsausbildung absolvierten.

Für ausländische Jugendliche ist es in der Schweiz nicht einfach, eine Lehrstelle zu finden. Dies zeigt ein eindrücklicher Artikel der Tageszeitung «Der Bund» vom 24. April 2006. Er beleuchtet die Geschichte einer 17-jährigen Lehrstellensuchenden, die trotz guten Noten, frühem Beginn der Suche, fachkundiger Hilfe und absolvierter Schnupperlehren über 300 Bewerbungen schreiben musste, um eine Lehrstelle zu finden - zwar nicht die erhoffte KV-Lehrstelle in der Wirtschaft, sondern eine Bürolehrstelle im Amt für Soziales der Stadt Bern.