Adam Harun gegen die Schweiz

01.12.2020

Mitteilung Nr. 758/2016, Entscheid vom 6. Dezember 2018

Der UNO-Ausschuss gegen Folter rügt den Schweizer Entscheid den Beschwerdeführer nach Italien abzuschieben, da dies Artikel 3 der Antifolterkonvention verletzen würde.

Der Beschwerdeführer wäre in Italien Bedingungen aussetzt, die seinen besonderen (medizinischen) Bedürfnissen als Folteropfer nicht entsprechen würden. Angesichts seines schweren physischen und psychischen Traumas stuft der Ausschuss seine Abschiebung als unmenschlich und erniedrigend ein. Er erinnert in seinem Entscheid an den zwingenden Charakter des Non-Refoulement-Prinzips und daran, dass die Verweigerung notwendiger medizinischer Versorgung eines Folteropfers eine unmenschliche und erniedrigende Behandlung darstellt.