Spezielle Beleuchtung als Mahnmal gegen die Todesstrafe

«Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe», unter diesem Motto steht seit 2002 jedes Jahr der 30. November. Eine internationale Kampagne für die Abschaffung der Todesstrafe nimmt diesen Tag zum Anlass, in vielen Städten jeweils ein symbolträchtiges Gebäude als Mahnmal besonders zu beleuchten. In der Schweiz werden Basel, Lausanne und Locarno in diesem Jahr ihre Rathäuser mit speziellen Lichteffekten beleuchten.

Ins Leben gerufen wurde die Kampagne in 2002 von der katholischen Laienbewegung Sant'Egidio aus Rom. Unterstützt wird die Kampagne nun auch von den Organisationen ACAT, Lifespark und Amnesty International. Mittlerweile nehmen weltweit über 470 Städte in 44 Ländern an dieser Aktion teil.

Trend gegen die Todesstrafe 

Heute haben mehr als die Hälfte aller Länder die Todesstrafe abgeschafft. Der Trend zur Abschaffung geht weiter: seit 1990 haben laut Amnesty International über 40 Länder die Todesstrafe abgeschafft. 2005 wurden 5'186 Menschen zum Tode verurteilt und 2'148 hingerichtet. Allerdings umfassen diese Zahlen nur die bekannt gewordenen Fälle, die Dunkelziffer liegt mit Sicherheit um einiges höher.

28.11.2006