Säuglingshandel in Europa: Beschluss des Europarates

Der Europarat zeigt sich besorgt über das rätselhafte Verschwinden Neugeborener aus Krankenhäusern in der Ukraine. Die Schweizer Ex-Nationalrätin Ruth-Gaby Vermot (Nationalrätin und Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, PACE bis im Dezember 2007) hat während zwei Jahren eine Untersuchung über das rätselhafte Verschwinden Neugeborener in Europa durchgeführt. In ihrem Bericht kritisiert Ruth-Gaby Vermot insbesondere den internationalen Handel mit Säuglingen sowie die illegale Adoption. Bei Informationsbesuchen im Jahre 2005 konnte die Berichterstatterin mit Müttern sprechen, denen die Krankenhausverwaltung erklärt hatte, ihre Kinder seien tot geboren worden, obwohl sie vermutlich zur illegalen Adoption verkauft wurden. Der Bericht wurde Ende Januar 2008 der Parlamentarische Versammlung des Europarates in Strassburg vorgelegt. In einer einstimmig angenommenen Empfehlung spricht sich die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) für eine Lockerung der internationalen Adoptionsbestimmungen aus, mit dem Ziel, einen verbesserten Kinderschutz zu erreichen.

 Weiterführende Informationen Kinderhandel in der Ukraine (ältere Nachrichten):

  • Ukraine: PACE-Berichterstatterin untersucht angebliches Verschwinden Neugeborener in Kharkov (online nicht mehr verfügbar)
    Medienmitteilung der PACE vom 22. August 2005
  • Verschwinden Neugeborener in der Ukraine: PACE-Berichterstatterin fordert sofortige Wiederaufnahme der gerichtlichen Untersuchungen (online nicht mehr verfügbar)
    Medienmitteilung der PACE vom 5. September 2005

Kinder- und Menschenhandel und die Schweiz:

13.02.2008