Update: 25.10.2007

Resolutionen des Menschenrechtsrats zur Menschenrechtsbildung

Der UNO-Menschenrechtsrat hat anlässlich seiner 6. Session im September 2007 drei Resolutionen zum Thema Menschenrechtsbildung angenommen.

Zum einen handelt es sich um einen Vorstoss zur Verlängerung der 1. Phase des UNO-Weltprogrammes für Menschenrechtsbildung um zwei Jahre. Weil dieser Entscheid endgültig ist, wird das Programm definitiv bis 2009 verlängert.

Zum andern hat die Schweiz gemeinsam mit Marokko eine Resolution eingebracht, welche die Ausarbeitung einer Deklaration der UNO zur Menschenrechtsbildung und -schulung initiieren soll. Das Beratende Komitee des Menschenrechtsrates hat die Aufgabe erhalten, einen Entwurf für eine solche Deklaration bis 2009 vorzubereiten. Gemäss Angaben der Vertreter der Schweiz und Marokkos wäre eine solche Deklaration zwar kein rechtlich bindendes Instrument, wohl aber das erste internationale rechtliche Instrument betreffend Menschenrechstbildung und -schulung.

Eine dritte Resolution zur Entwicklung öffentlicher Informationsaktivitäten im Bereich Menschenrechte hatte Italien eingereicht. Sie unterstreicht, dass sich Menschenrechtsbildung und öffentliche Informationsaktivitäten im Rahmen des 60. Jahrestages der Menschenrechtserklärung sowie im Rahmen des UNO-Weltprogramms Menschenrechte weiter etablieren müssen. Die Resolution fordert den Generalsekretär und die Hochkommissarin für Menschenrechte auf, dem Menschenrechtsrat anlässlich der 7. Session 2008 einen Bericht darüber abzulegen.

Im übrigen ist seit Oktober 2007 das Weltprogramm für Menschenrechtsbildung der UNO auch auf deutsch erhältlich und online abrufbar.

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