Umfassende Datenbank für UNO-Menschenrechtsdokumente

Eine neue Datenbank namens «Universeller Menschenrechts-Index» ermöglicht es seit dem 21. Dez. 2006, präzise Suchvorgänge in allen Dokumenten der sieben UNO-Menschenrechtsvertragsorgane ab dem Jahr 2000 sowie der UNO-Sonderberichterstatter ab dem Jahr 2006 auszulösen. Die Datenbank ist öffentlich zugänglich und verfügt über ausgefeilte Suchmöglichkeiten in bereits mehr als 1'000 Dokumenten. So kann nach einzelnen Ländern, nach betroffenen Gruppen, nach tangierten Rechten oder nach beteiligten Menschenrechtsorganen gesucht werden. Auch Kombinationen dieser Suchkriterien sind möglich.

Zugang zur Datenbank 

Hohe Qualität - hohe Erwartungen 

Die Qualität der Datenbank zeigt sich besonders in der Art, wie die Suchresultate angezeigt werden: Nicht nur Verweise auf ellenlange Dokumente werden geliefert, sondern auf präzise Fundstellen aus den einzelnen Dokumenten. Teilweise sind die Fundstellen direkt verlinkt, was einen hohen Arbeitsaufwand voraussetzt.

Die Qualität der Suchmaschine wird die Datenbank zu einem wichtigen Instrument für alle Akteure der internationalen Menschenrechtsbewegung machen. Die Ansprüche sind hoch gesetzt: Mit dem «Universellen Menschenrechts-Index» soll nicht zuletzt der UNO-Menschenrechtsrat ein Arbeitsinstrument erhalten, das es ihm ermöglicht, ein zuverlässiges und objektives Menschenrechtsmonitoring beispielsweise für einzelne Länder durchzuführen. Die Datenbank ist in den Sprachversionen englisch, französisch und spanisch abrufbar.

Entwicklung und Finanzierung 

Der Universelle Menschenrechts-Index wurde vom Institut für öffentliches Recht der Universität Bern unter der Leitung von Prof. Walter Kälin in Zusammenarbeit mit LexUM entwickelt, dem Justiz-System-Technologie-Labor der Universität Montreal in Kanada entwickelt. Finanziert wurde dreijährige Entwicklungsphase mit SFr. 450'000.- von der Schweiz, genauer gesagt vom Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA. Die Datenbank soll künftig vom UNO-Hochkommisariat für Menschenrechte betrieben werden.

Weitere Informationen

24.04.2012