Südafrikanische Völkerrechtsexpertin wird Nachfolgerin von Louise Arbour

Die UNO-Generalversammlung hat anlässlich einer Sondersitzung am 28. Juli 2008 die Ernennung von Navanethem Pillay zur neuen Hochkommissarin für Menschenrechte per Konsens bestätigt. Die südafrikanische Richterin und Menschenrechtsexpertin tritt am 1. September 2008 ihre vierjährige Amtsperiode an.

Die 67-jährige Harvadabsolventin wuchs als Tochter eines Busfahrers mit indischen Wurzeln in einem Elendsviertel der südafrikanischen Stadt Durban auf. Nach ihrem Studium war sie als Anwältin tätig und setzte sie sich unter anderem für die Frauenrechte ein, so etwa als Mitbegründerin der Nichtregierungsorganisation Equality Now. In den vergangenen Jahren war Pillay als Richterin an den Internationalen Strafgerichtshöfen von Den Haag und Ruanda tätig. Letzteres präsidierte sie von 1999 bis 2003.  

Als Mitglied einer nicht-weissen Minderheit in Südafrika und als Rechtsanwältin, die mehrmals Personen der Anti-Apartheidbewegung und Gewerkschafter vor Gericht vertreten habe, habe Pillay eine direkte und persönliche Erfahrungen gemacht mit zahlreichen Themen, welche eine UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte beschäftigen, schreibt das Büro des UNO-Hochkomissariats für Menschenrechte in Genf zur Wahl der Südafrikanerin.

05.08.2008