1000 Frauen für den Friedensnobelpreis nominiert

In diesem Jahr sollen 1000 Frauen aus 150 Ländern gemeinsam den Friedensnobelpreis erhalten. Die Nomination wurde bereits im Januar offiziell beim Nobelpreiskomitee in Oslo deponiert. Nun sind die Namen der 1000 vorgeschlagenen Frauen öffentlich zugänglich.

Die nominierten Frauen stehen gemäss den Initiantinnen stellvertretend für unzählige Frauen, die sich weltweit für Frieden und Menschenwürde einsetzen. Sie seien mehrheitlich in ihren Dörfern und Regionen tätig, aber auch in Institutionen und Universitäten. Einige seien Mitglieder von Regierungen oder international tätig. Die Kriterien für jede Nomination seien unter anderem die Nachhaltigkeit und Redlichkeit, ein langfristiges Engagement, der Einbezug aller Konfliktparteien und eine breite Vernetzung gewesen.  

Für die Schweiz wurden nominiert: Elisabeth Reusse-Decrey des NGOs Geneva Call, tätig im Bereich Landminen in Afrika, im Mittleren Osten und Asien; Elisabeth Neuenschwander, während Jahren tätig in Südostasien zuletzt in Pakistan als Leiterin eines Selbsthilfeprojekts für afghanische Flüchtlinge; Irene Rodriguez tätig u.a. beim Fraueninformationszentrum für Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa (FIZ); Marianne Spiller-Hadorn, Gründerin des Waisen- und Ausbildungszenrums Associação Brasileira de Amparo à Infância - ABAI in Brasilien; Anni Lanz, langjährige Lobbyistin und Begleiterin von Asylsuchenden in der Schweiz.

01.07.2005